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Gesetzliche Änderungen in BKrFQG und BKrFQV

Gesetzliche Änderungen bei Kenntnisbereichen

(26.02.2021) Zum Jahresende 2020 sind das neue BKrFQG und die dazugehörige neue BKrFQV in Kraft getreten. Die daraus resultierenden Änderungen bei den Kenntnisbereichen stellen wir Ihnen in diesem Artikel vor.

 

Änderungen bei den Kenntnisbereichen: Neuer Unterkenntnisbereich/neue Themen

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, in Anlage 1 BKrFQV wurde ein neuer Unterkenntnisbereich (1.3a) eingefügt. Bei diesem handelt es sich jedoch nicht wie vielleicht vermutet um eine thematische Erweiterung des Unterkenntnisbereichs 1.3, sondern um einen eigenen thematischen Bereich.

  • 1.3 Fähigkeiten zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs
  • 1.3a Fähigkeit, Risiken im Straßenverkehr vorherzusehen, zu bewerten und sich daran anzupassen

 

Vorausschauend haben wir den neuen Unterkenntnisbereich 1.3a inhaltlich schon weit vor dem Inkrafttreten der neuen BKrFQV in das Modul 3 „Gefahrenwahrnehmung“ der 3.Welle einfließen lassen. Auch in der Beschleunigten Grundqualifikation wird er thematisch in Kapitel 4 Basiswissen vermittelt und abgedeckt. 

In den downloadbaren Lehrplänen, der Modulaufteilung und der Matrix der Kenntnisbereiche und in den Weiterbildungsbescheinigungen haben wir den neuen Unterkenntnisbereich schon integriert. In den Unterrichtsmedien wird er durch Korrekturblätter ergänzt.

 

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Neu in den Kenntnisbereich 1.2 aufgenommen wurden mehrere Fahrerassistenzsysteme wie z. B. das elektronische Stabilitätsprogramm, Notbremssysteme, Traktionskontrollsysteme oder Automatisierungssysteme. Auch hier sind Sie mit den Modulen der 3.Welle bestens aufgestellt. So können Sie in Modul 1 „Eco-Training & Assistenzsysteme“ die Funktion, Bedienung und Grenzen von 30 Fahrerassistenzsystemen oder auch die Entwicklung zum assistierten Fahren vermitteln.

 

Hinweis: Die Kenntnisbereiche nach Anlage 1 BKrFQV enthalten alle erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, die zum sicheren Führen eines Fahrzeugs der entsprechenden Fahrerlaubnisklasse erforderlich sind. Durch die Weiterbildung sind alle Kenntnisbereiche zu vertiefen und aufzufrischen. In den 35 Stunden Weiterbildung muss aus den Kenntnisbereichen 1, 2 und 3 mindestens jeweils ein Unterkenntnisbereich abgedeckt werden. Durch die große Themenvielfalt der Module der 3.Welle werden auch weiterhin alle Unterkenntnisbereiche abgedeckt.

 

Besondere Schwerpunkte 

 Laut der neuen BKrFQV sollen die Verkehrssicherheit, die Sicherheit und der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowie die Reduzierung der Umweltauswirkungen des Fahrens besondere Schwerpunkte in den Schulungen bilden. Dazu muss mindestens ein Modul einen die Verkehrssicherheit betreffenden Unterkenntnisbereich abdecken.

In unseren Medien der 3.Welle erfüllen alle Module diese Vorgaben. In den neuen Weiterbildungsbescheinigungen sowie auch in der Matrix der Kenntnisbereiche und der Modulaufteilung sind die Verkehrssicherheit betreffenden Unterkenntnisbereiche deshalb nun durch Unterstreichung gekennzeichnet.

 

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Verteilung und Wiederholung der Kenntnisbereiche

Ein weiterer Bestandteil der gesetzlichen Neuerungen war die Regelung, dass jeder Unterkenntnisbereich nur noch einmal wiederholt werden darf. Um dem zu entsprechen musste der Unterkenntnisbereich 1.5 der Fahrerlaubnisklassen D1, D1E, D, DE in Modul 4 „Schadensprävention“ der 3.Welle entfallen. Inhaltliche Kürzungen sind hierzu jedoch nicht nötig, weil z. B. das Thema „rücksichtsvolles Verkehrsverhalten“ grundsätzlich auch bei anderen Unterkenntnisbereichen eine Rolle spielt.

Der Unterkenntnisbereich 1.5 kann weiterhin mit Modul 3 „Gefahrenwahrnehmung“ bzw. Modul 5 „Sicherheit für Ladung & Fahrgast“ der 3.Welle vermittelt und abgedeckt werden.

Auch diese Anpassung ist in der Matrix, Modulaufteilung und den Lehrplänen schon erfolgt. In den Unterrichtsmedien wird die Änderung bis durch Korrekturblätter erläutert.

Wie Sie wissen muss die Unterrichtung der Unterkenntnisbereiche – hauptsächlich der spezifischen Unterkenntnisbereiche für die Fahrerlaubnisklassen C1, C1E, C, CE bzw. D1, D1E, D, DE - auf die vorhandenen Fahrerlaubnisklassen der Schulungsteilnehmer abgestimmt werden. Denn auch die Fahrer, die nur eine Fahrerlaubnis aus dem Bereich der Klasse C oder D besitzen, müssen mindestens 7 Stunden mit den zur Fahrerlaubnisklasse gehörenden Unterkenntnisbereichen unterrichtet werden.

Dem geschuldet wird beim Ausdruck der Weiterbildungsbescheinigung über den Fahrschul-Manager auch weiterhin nach den entsprechenden Fahrerlaubnisklassen und den dazugehörigen Unterkenntnisbereichen unterschieden. Die spezifischen Unterkenntnisbereiche und die entsprechende Unterrichtsgestaltung haben wir in der Matrix der Kenntnisbereiche, der Modulaufteilung und mit getrennten Lehrplänen (nach Lkw, Bus oder Lkw/Bus) nun noch besser verdeutlicht.

 

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