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Interview zur 2. Welle Weiterbildung Lkw

(08.09.2014) Wie stellen sich Ausbilder jetzt optimal für die zweite Weiterbildungsrunde auf? Inwiefern unterstützen sie dabei die neuen Medien von EU-BKF und wodurch zeichnen sich diese aus? Die Antworten lesen Sie im Interview vom 8. September mit Sabine Schuster, Produktmanagerin EU-BKF beim Verlag Heinrich Vogel.

Am 10. September ist der Stichtag, an dem LKW-Fahrer den ersten Weiterbildungszyklus nach BKrFQG nachweisen müssen. Wie hat sich der Verlag Heinrich Vogel für die zweite Weiterbildungsrunde aufgestellt?

Sabine Schuster: Auch für uns als Verlag ist der Fristablauf ein wichtiger Termin, auf den wir uns bereits seit längerem vorbereiten. Konkret stand für uns die Entwicklung neuer Weiterbildungsmedien im Vordergrund. Seit Anfang des Jahres bieten wir bereits im Bereich der Bus-Weiterbildung fünf neue Module für die zweite Welle an. Dort war der Stichtag ja schon im letzten Jahr am 10.9.2013. Heute freuen wir uns, mit Modul 3 „Sicherheit im Fokus“ das erste Modul der 2. Welle Weiterbildung LKW pünktlich zum Stichtag präsentieren zu können.

 

Wodurch zeichnen sich die Module für die zweite Weiterbildungsrunde LKW generell aus?

Sabine Schuster: Wir haben uns natürlich die Frage gestellt und von unseren Kunden wurden wir das auch oft gefragt: Was tun, wenn die Teilnehmer das zweite Mal zur Weiterbildung kommen? Das gleiche noch einmal schulen wie in der 1. Runde? Welcher Teilnehmer möchte schon wieder den gleichen Stoff hören? Zumal sich in der Zwischenzeit auch technische und gesetzliche Änderungen, beispielsweise die VO (EU) 165/2014, ergeben haben...

Daher haben wir in den Modulen auf neue Themen und andere Gewichtungen gesetzt. Durch Fallbeispiele und Alltagssituationen, sowie durch vielfältige Aufgaben und Übungen steigern wir den Praxisbezug, aktivieren die Teilnehmer stärker und beziehen sie in das Unterrichtsgeschehen ein. Zudem können die Inhalte jetzt dank spezieller Erweiterungen auf verschiedene Zielgruppen zugeschnitten werden, z. B. bei Modul 1 für die Zielgruppen aus KEP- und Verteilerverkehr sowie Fern- und Baustellenverkehr.

Und speziell für den Ausbilder beinhalten die neuen Medien fertige Konzepte für den Schulungstag, viele Unterrichtstipps und Übungsbeschreibungen, neue Videos und Animationen sowie jeweils neue Wissens-Checks als Lernzielkontrolle.

 

Was ist der Schwerpunkt bei Modul 3 „Sicherheit im Fokus“? 

Sabine Schuster: In Modul 3 nehmen wir „Unfälle unter die Lupe“. Wir betrachten typische, statistisch auffällige LKW-Unfälle und gehen z. B. auf Allein-Unfälle, Frontal-, Auffahrunfälle und Gefahren beim Abbiegen und Rangieren ein. Wir fragen, wie entstehen Unfälle? Denn Unfälle „passieren“ nicht einfach, sondern werden verursacht. Aber vor allem zeigen wir dem Fahrer seine Einflussmöglichkeiten, um Unfälle zu vermeiden und kritische Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Hierzu zieht sich eine Vielzahl von Tipps wie ein Leitfaden für sicheres Fahren durch das Modul.

 

Was sind weitere Besonderheiten der neuen Module? Und wie geht es weiter?

Sabine Schuster: Ab Oktober erscheinen Modul 1 „Eco-Fahren“ und Modul 2 „Sozialvorschriften und Kontrollgeräte“. Modul 1 bietet mit den zusätzlichen spezifischen Erweiterungen für KEP und Verteilerverkehr, Fernverkehr, Baustellenverkehr einen individuellen Schulungszuschnitt an.

Ein spezielles Feature für einen noch zielgerichteteren Unterricht bietet Modul 2 mit der neuen Auslese- und Auswertungsfunktion von Fahrerkarten. Dadurch werden auf die Gruppe bezogene Schulungen möglich, mit denen den Teilnehmern bei der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten geholfen wird.

 

Frau Schuster, das hört sich spannend an. Vielen Dank für das Gespräch.