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BKF-Empfehlungen an Staatssekretärin übergeben

(04.07.2014) Am 1. Juli 2014 wurden in Berlin die Empfehlungen der ad hoc-AG BKF an Dorothee Bär, Parl. Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, übergeben.

Wirtschaft fordert Reform der Berufskraftfahrer-Weiterbildung
 
Seit 2006 regelt in Deutschland das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) die verpflichtende Weiterbildung von Berufskraftfahrern. Die Fahrer müssen alle 5 Jahre den Nachweis erbringen, an einer 35-stündigen Weiterbildung teilgenommen zu haben. In der Praxis kommt es immer wieder zu Umsetzungsproblemen.

Nun wurden die Empfehlungen der Wirtschaft zur Gesetzesreform der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, am Rande der Preisverleihung der Nachwuchsinitiative „Hallo, Zukunft!“ in Berlin überreicht.

 

Übergabe der Empfehlungen der ad hoc-AG BKF an Dorothee Bär, Parl. Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
v.l. Frank Huster (DSLV), Antje Janßen (MOVING), Gerhard von Bressensdorf (BVF), Dorothee Bär (BMVI), Heike Lüben (ADAC), Jörg-Michael Satz (MOVING), Martina Ruprecht (BDFU), Ralf Vennefrohne (Springer Fachmedien München GmbH)


Auf Initiative von MOVING, einer Interessenvertretung europäischer Verkehrsverlage, wurden die Vorschläge von über 40 mit der Umsetzungspraxis vertrauten Experten entwickelt.
Lesen Sie hier die Empfehlungen im Einzelnen:

  • Einführung eines zentralen Registers (browserbasierter Zugriff mit unterschiedlichen Rollen) nach dem Vorbild Niederlande, um Transparenz für alle zu schaffen hinsichtlich anerkannter Aus- und Weiterbilder, um eine obligate Anmeldung eines jeden Kurstermins (einschließlich der Benennung von Räumen) durchzuführen und damit letztlich effektive Kontrollen zu ermöglichen sowie die Teilnehmer zu verwalten (und damit das Ausstellen der Bescheinigungen obsolet zu machen: „Fälschungssicherheit“).
  • Gewährung einheitlicher Überwachungskriterien und ihrer Durchführung.
  • Eine bundesweite Einheitlichkeit in den Kriterien für die Anerkennung von Ausbildungsstätten sollte sichergestellt werden.
  • Eine bundesweite Einheitlichkeit in den Kontrollen von Ausbildungsstätten sollte sichergestellt werden. Vorhandene dezentrale Strukturen können genutzt werden.
  • Regelmäßige Fortbildung der Dozenten nach BKrFQG (pädagogisch und fachlich nach Einsatzgebiet).
  • Kriterienkatalog für Dozenten in der Grundqualifikation und Weiterbildung nach BKrFQG, welcher als Grundlage bei der Anerkennung von Trainern dienen kann sowie Basis und Muster für die Anerkennung und Entwicklung spezifischer Trainer-Fortbildungen bzw. Eingangsqualifizierungen sein kann.
  • Einsatz fachfremder Dozenten sollte erlaubt werden, wenn diese Qualifikationen in einem fachspezifischen sowie im überfachlichen Teil nachweisen.
  • Prüfung der Einführung einer Lernzielkontrolle in der Weiterbildung.


Lesen Sie hier die vollständige Pressemeldung auf moving-roadsafety.com